Die Evaluierung des GlüStV 2021: Fortschritte bei der Kanalisierung und Spielerschutz in Deutschland
Rafael Brooks · Aug 1, 2026

Die Evaluierung des GlüStV 2021: Fortschritte bei der Kanalisierung und Spielerschutz in Deutschland

Die 16 Bundesländer haben die Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 aufgenommen und bewerten dessen Wirkung auf die Kanalisierung von Spielern in den legalen Markt, den Spielerschutz sowie die Konkurrenz zum Schwarzmarkt, während ein umfassender Bericht bis zum 31. Dezember 2026 erwartet wird.
Im August 2026 laufen diese Bewertungen bereits seit mehreren Monaten und die Länder sammeln Daten zu Einsätzen, Lizenzvergaben und Spielerbewegungen zwischen regulierten und unregulierten Angeboten, denn die Ergebnisse sollen als Grundlage für mögliche Anpassungen dienen.
Aktueller Stand der Überprüfung durch die Bundesländer
Experten beobachten, dass die Länder in regelmäßigen Treffen die Effektivität der Regelungen analysieren, wobei der Fokus auf der Kanalisierung liegt, die Spieler in legale Angebote lenken soll, und auf dem Schutz vor problematischem Spielverhalten, während gleichzeitig der Wettbewerb mit illegalen Plattformen gemessen wird.
Daten aus den ersten Quartalen zeigen, dass die Anzahl lizenzierter Anbieter gestiegen ist, doch einige Spieler weiterhin auf nicht regulierte Seiten ausweichen, und die Bundesländer prüfen nun, wie stark die bestehenden Limits und Steuern diesen Trend beeinflussen.
Erwartete Anpassungen und Dialog zwischen Regulierern sowie Betreibern
Branchenbeobachter stellen fest, dass der Austausch zwischen Aufsichtsbehörden und lizenzierten Betreibern verbessert wurde, was zu gezielten Vorschlägen führt, wie etwa Änderungen bei Einsatzlimits oder Einzahlungsobergrenzen, während größere Reformen des Vertrags derzeit nicht vorgesehen sind.
Die 5,3-prozentige Einsatzsteuer und die strengen Vorgaben zu Werbung sowie Verifizierung stehen im Mittelpunkt der Diskussionen, da diese Faktoren laut vorliegenden Zahlen Spieler in den unregulierten Bereich drängen könnten, und die Länder sammeln weitere Erkenntnisse bis zum Abschlussbericht.

Auswirkungen auf Kanalisierung, Spielerschutz und Schwarzmarkt
Studien und Berichte der beteiligten Behörden belegen, dass die Kanalisierungsquote in einigen Segmenten zugenommen hat, doch der Schwarzmarktanteil bei bestimmten Spielformen weiterhin relevant bleibt, und die Evaluierung soll klären, welche Maßnahmen diese Dynamik langfristig verbessern können.
Der Spielerschutz umfasst verpflichtende Limits und Sperrsysteme, die in den vergangenen Jahren ausgebaut wurden, während die Länder nun prüfen, ob diese Instrumente ausreichend greifen oder ob gezielte Anpassungen nötig sind, um die Ziele des Vertrags vollständig zu erreichen.
Zeitlicher Rahmen und nächste Schritte bis 2026
Bis Ende 2026 werden die 16 Länder ihre Erkenntnisse zusammenführen und dem Bundestag sowie der Öffentlichkeit einen Bericht vorlegen, der als Basis für etwaige Novellen dient, wobei der Fokus auf datenbasierten Empfehlungen liegt, die den Markt stabilisieren sollen.
Der Prozess sieht regelmäßige Zwischenberichte vor, die bereits erste Trends zu Einsatzvolumina und Lizenzanträgen aufzeigen, und die beteiligten Stellen arbeiten daran, die gesammelten Informationen bis zum Stichtag vollständig auszuwerten.
Fazit
Die laufende Überprüfung des GlüStV 2021 liefert den Bundesländern fundierte Daten zu Kanalisierung, Spielerschutz und Schwarzmarktaktivitäten, und der Abschlussbericht bis Dezember 2026 wird zeigen, ob gezielte Anpassungen wie veränderte Limits oder Steuerregelungen erforderlich sind, während der Dialog zwischen Regulierern und Betreibern bereits erste Fortschritte erkennen lässt. Branchenanalysen sowie Berichte von Forschungseinrichtungen in Europa unterstützen diese Bewertungen mit aktuellen Marktdaten.